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Was ist Osteopathie

Der Begriff Osteopathie* setzt sich zusammen aus den griechischen Worten osteon = Knochen und pathia = Leiden/Krankheit.
Dreht man dieses jedoch um, bedeutet dies: Leiden durch verschobene Knochen, welche nicht an ihrer angestammten Position stehen.

Wenn die Knochen, Gelenke und Organe (nach Entzündungen oder Operationen) des Körpers nicht an ihrem richtigen Platz stehen, verursacht dies Störungen des arteriellen, venösen oder lymphatischen Flusses sowie die Kompression der Nerven.

Der Zeitpunkt dieser Störung (das Saatkorn) ist gleichzeitig der Beginn einer Krankheit bzw. Erkrankung.

Osteopathie ist die einzige westliche, ganzheitliche und medizinische Philosophie zur Feststellung und Behandlung von Bewegungsverlusten "ausschließlich mit den Händen". Die Bewegungsverluste können sich in den drei Säulen manifestieren:

  • Parietal: Knochen & Gelenke
  • Viszeral: Organebene
  • Cranial: Schädel (besteht bei Erwachsenen aus ca. 22 Knochen)

Die Osteopathie* gibt es schon so lange es die Medizin gibt. Sie ist jedoch erst durch Andrew Taylor Still (1828-1917), einem amerikanischen Arzt, entdeckt worden. Seine Bekanntgabe und somit Geburtsstunde der Osteopathie* war am 22. Juni 1874.

Eines seiner vielen Zitate: "Ein Osteopath ist ein Künstler, der ein lebendiges anatomisches Bild und die Organfunktionen gesunder Körper in sich trägt und mit dem Vertrauen an den Gesetzen der Natur arbeitet, in dem er den knöchernen Rahmen anpasst, damit Arterien Zellen ernähren und aufbauen, Venen / Lymphgefäße alle Unreinheiten fortbringen können => Erneuerung und die Nerven können die Lebenskraft und Bewegung zu allen Körperabteilungen/ Körperregionen lenken."

Die Osteopathie* ist eine rein manuelle Medizin. Das heißt, die Werkzeuge des Therapeuten sind ausschließlich seine Hände. Man kann es mit der Natur vergleichen, indem ein Osteopath** das Geröll, die Steine und die Baumstämme aus den Flüssen und Bächen entfernt, damit alles frei fließen kann und nur dann ist der Mensch gesund!

Ein Osteopath** ist kein Heiler, sondern er ist Ihr Assistent, um Ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Vertrauen bündelt zudem die Selbstheilungskräfte, sowohl beim Therapeuten, als auch bei homöopathischen und anderen Mitteln! Um Vertrauen aufzubauen müssen beide Parteien offen und ehrlich miteinandern umgehen, deswegen benötige ich auch ein entsprechendes "Echo" oder Feedback von Ihnen!

Die Grundüberzeugung der Osteopathen** ist, dass alles Leben Bewegung ist, was sich bis in die kleinste Zelle des menschlichen Organismus erstreckt. Starre Verbindungen gibt es im menschlichen Körper nicht. Tatsächlich ist unser Organismus in all seinen Teilen beweglich, und das nicht nur in den Gelenken, sondern auch dort, wo innere Organe aneinander grenzen.

Ist die Bewegungsfreiheit irgendwo an diesen Berührstellen gestört, was durch eine Entzündung oder eine Verspannung der Fall sein kann, sind Schmerzen oder gar Krankheiten vorprogrammiert. Das Ziel der Osteopathie* ist es, die Beweglichkeit zu erhalten oder wieder herzustellen. Dies ist vom Baby bis zum Greis möglich.

Ein Osteopath stellt auch keine Diagnose, denn "Di" (lateinisch zwei) und  "Agnostizismus" (lateinisierte Form des altgriechischen ἀγνωστικισμός agnōstikismós, von ἀγνoεῖν a-gnoein „nicht wissen, unbekannt, unerkennbar“) heiß zusammengefasst "zwei wissen nichts".

Allgemeine osteopathische Behandlungsempfehlungen

Beim Erwachsenen werden folgende Intervalle empfohlen:

  • bei akuten Problemen alle 3-6 Wochen
  • bei chronischen Problemen einmal wöchentlich


Beim Baby/Säugling oder Kleinkind:

  • 0-3 Wochen
  • nach 3 Monaten
  • nach 18-24 Monaten
  • nach 3-4 Jahren
  • nach 6 Jahren und nach 10 Jahren.

 

Nicht sinnvoll ist die Osteopathie* bei:

einem Notfall, Infektionskrankheiten oder psychische Erkrankungen. Die Osteopathie* maßt sich nicht an, alles behandeln zu können, insbesondere gibt sie nicht vor, Krankheiten wie Krebs, AIDS, Multiple Sklerose oder Parkinson heilen zu können.

Vielmehr ist die Osteopathie* nur unterstützend zur ärztlichen Behandlung von bösartigen Tumoren, ggf. mit ärztlicher Absprache als Begleittherapie möglich. In diesem Sinne kann die Osteopathie* als komplementäre, palliative Behandlung Folgeerscheinungen, insbesondere Schmerzen, von bestimmten Krankheiten (wie z.B. bei Krebs) durch das Lösen von Spannungen abmildern oder sogar vollständig beheben.

Ursachen ergründen

Nicht nur die akuten Beschwerden gilt es also mit Hilfe der Osteopathie* zu beheben, sondernden Ursachen auf den Grund zu gehen. Symptome entwickeln sich dann, wenn der Organismus nicht mehr in der Lage ist, die Gesamtheit der vielen einzelnen Störungen (die Osteopathen** sprechen von Dysfunktionen) zu beheben. Am schwächsten Glied in der Kette kommt es dann zum Problem, zur Krankheit oder zum akuten Schmerz.

Die erste Therapie beginnt mit einer genauen Untersuchung des Patienten: Wie steht und sitzt er (Inspektion der Haltung)? Dann wird der Körper abgetastet: Wie beweglich sind die Gelenke? Was kann die eine Körperseite, die andere dagegen nicht? Die Behandlung dauert jeweils eine Stunde und meist genügen ein bis drei Sitzungen.

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*ganzheitliche Heilmethode | **Der Begriff Osteopath
ist in Deutschland noch nicht anerkannt. Osteopath
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